woensdag 27 juni 2018

Doppelspiel: Die V188 von Märklin in Spur 1

Lang, kräftig und gewaltig. Das sind die Worte, die einem beim Betrachten dieser Diesellok einfallen. Gebaut im Krieg zum Transport schwerer Geschütze machte sich diese kleine Serie nach dieser dunklen Periode bei der aus der Asche emporsteigenden Bundesbahn nützlich. Und das purpurrote Farbkleid, das dieser Dame geschneidert wurde, stand ihr überraschend gut!

Schade ist nur, dass Märklin diese Lok mit glänzenden Radreifen ausgeliefert hat. Dies gibt ihr ein unrealistisches Aussehen. Gerade diese Maschine muss aller Formen von Eleganz beraubt sein! Auch das silberne Dach ruft nach einer Alterung. Mit etwas Ruß, Rost und Regenspuren ist dem gut nachzuhelfen.
Die Radreifen müssen erst gut entfettet werden, danach leicht angeschliffen und anschließend einen schwarzen Primer erhalten, z. B. Motip. Kleine Beschädigungen, die unvermeidlich sind, können Sie nachträglich mit einem schwarzen Edding-Marker anbringen. So ist die V 188 ganz fertig für ihren Dienst: Mit einer gehörigen Zahl von Güterwagen am Haken und mäßigem Tempo muss dies ein prächtiger Anblick sein!

dinsdag 19 juni 2018

Typo F un d Typo G von Lucchini Rail Models

Lucchini's Typo  G für das Transport von Vieh.


Es beginnt ein Tradition zu werden: auch dieses mal wird uns Lucchini Rail Models mit zwei neuen Waggons überraschen! Unter anderem wird der Typo G angeboten, die sich durch ihre horizontale Beplankung auszeichnet. Dieser Typ wurde für den Transport von Vieh verwendet. Nicht so sehr nach Schlachthofen, sondern vor allem, um Vieh auf die Almen und im Apennin zu bringen. Dies wird auch im Alpenraum grenzüberschreitend geschehen sein.
die extra breite Tür erleichterte das Be- und Entladen von beispielsweise Rindern.
Etwas ungewöhnlich wirkt für Italienische Wagen die horizontale Beplankung. 
Der Typo F, mit den bekannteren vertikalen Beplankung, ist die längere Version des ersten Spur 1 Modells von Lucchini. Dieser Bauart wurde für den Transport von Stückgut und Lebensmitteln verwendet. Die ''Carro's'' zeichnen sich durch ihre raffinierte Detaillierung und die Kombination von Holz und Messing aus.




Typo F ohne bremserhaus:  € 903,-
typo F mit Bremserhaus      € 1050,-
Typo Hg mit Bremserhaus  € 1190,-
Typo G Bremserhaus          € 990.-

In Sinsheim gilt für die verfügbaren Modelle ein Messerabatt.

Size matters: Typo F mit grosseren LüP.

zondag 10 juni 2018

Anlage Becasse Weathering: Vierheim kommt nach Sinsheim!

Die Anlage Vierheim Industrie wird in der neuesten Ausgaben von Faszination Spur 1 ausführlich vorgestellt.
(foto: © Maarten Stolp)

Das bekannteste jährliche Spur-1-Treffen steht wieder vor der Tür. Und dieses Jahr darf ich mit Stolz ankündigen, dass ich meine Spur-1-Anlage „Vierheim Industrie“ dort präsentieren darf. Thema dieser Anlage ist eine deutsche halb-private Industriestrecke in Epoche IV. Dies ist meine bevorzugte Epoche, und von da das fiktive Städtchen Vierheim.
Ich habe das Ende dieser sich durch Fabriken schlängelnden Strecke nachgebaut. Die beiden letzten Anschlüsse sind EKV (Elektro-Keramik Vierheim) und ein namenloser Versender. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der wenigen Weichen gibt es auf dieser Anlage viel zu rangieren. Da keine Umsetzmöglichkeit besteht, ist eine zweite Lok nötig, um die eingeschlossene Lokomotive, die die Wagen zustellt, zu befreien. Ein fantastischer Grund also, Loks so viel wie möglich auf realistische Weise ans Arbeiten zu bringen.

Die Lok 2 stellt ein Wagen bereit. (foto: © Maarten Stolp)
Die komplette Anlage hat einen eigenen Unterbau und wird mit einer Multimaus angesteuert; die Weichen werden von Hand gestellt. Diese simple Lösung sorgt für ein optimales Rangier- und Spielerlebnis, zumal die Anlage 1,30 m hoch ist. Die Züge fahren also in einer realistischen Perspektive vorbei, und die Details kommen gut zu ihrem Recht.
Die Fabrik bekommt Kalk angeliefert. (foto: © Maarten Stolp)

Für mich ist es an der Zeit, Abschied von dieser Anlage zu nehmen: Neue Projekte stehen bereit, um verwirklicht zu werden. Also Ihre Chance, sich dieses professionellen Anlagendioramas – komplett mit Unterbau! – zu bemächtigen. Die Anlage besitzt einen festen Hintergrund und eine integrierte Beleuchtung sowie eine oberen Abschluss aus mattiertem Plexiglas. Selbst zwei einzigartige Güterwagen und die 'berühmte' blaue Kö 1 gehören dazu, denn diese sind extra für Vierheim gemacht.
Solide unterbau und die Dioramakasten in U-Form.
Samstag, 23. Juni, und Sonntag, 24. Juni, können Sie „Vierheim Industrie“ im Auto- und Technikmuseum Sinsheim während des Spur-1-Treffens live erleben. Natürlich dürfen Sie dann auch selber den Fahrregler in die Hand nehmen, um – im wahrsten Sinne des Wortes – zu „erfahren“, wie viel Spaß das Rangieren in Vierheim macht.
Die Kö1 und Güterwagen sind wie geschaffen für Vierheim!
Es besteht die Möglichkeit, dass ich am Montag nach der Börse die Anlage persönlich anliefere und installiere. Die Gesamtlänge der Anlage beträgt 6,72 m. Hinzu kommt ein Fiddle-Yard von 1,20 m Länge. Die Kästen haben eine Tiefe von 0,70 m. Diese professionelle Anlage hat natürlich ihren Preis, aber sie können auf den dazu gehörigen Service vertrauen – und Sie können direkt fahren und genießen. Das garantiere ich Ihnen!
Vierheim: das Dieselparidies in Spur 1! (Foto: © Maarten Stolp)





maandag 9 april 2018

Österreichische Loks in Spur 1

Deutschland ist Eisenbahnland. Dies ist für uns Niederländer überdeutlich. Und dank des jüngsten Besuchs in Oberhausen weiß ich, dass das immer noch der Fall ist. Ein Blick auf das Navi zeigt einem ein Wirrwarr von schwarz-weiß gestreiften Linien, die scheinbar willkürlich über die Karte verstreut sind wie ein Teller Spaghetti.
 
Wir kommen aber übel davon mit einem einfachen, sehr effizienten und ziemlich langweiligen Eisenbahnnetz. Die Vereinfachung hatte bereits ab den fünfziger Jahren begonnen, sodass man nur in den Häfen noch konzentrierten Güterverkehr sehen kann.







In Spur 1 findet man kein Fertigmodell in der Ausführung der Nederlandse Spoorwegen. Und das ist ziemlich logisch. Für Österreich ist das anders. Es darf sich auf eine reichere Eisenbahnhistorie und ein feinmaschigeres Schienennetz berufen. Und somit sind hier und da auch einige Modelle zu finden. Und was es nicht gibt, lässt sich umspritzen von der DB zu den ÖBB.
 
 Die zwei Loks der Baureihe 214 sind reinrassige österreichische Loks, die durch Spur-1.at hervorragend in 1:32 umgesetzt sind. Diese Firma orientiert sich an besonderen österreichischen Loks, und ich erwarte mit Interessedie BR 93, die Spur-1.at herausbringen wird.
 
 
Die  Baureihe 310 von Fine Models, auch eine echte Österreicherin, wurde nie in dieser Nachkriegsausführung herausgebracht, sondern umgespritzt und mit der richtigen Beschriftung versehen. Die eleganten Linien sorgen dafür, dass auch ein simples Schwarz mit roten Details dieser Maschine gut steht.

 
Die Kiss-BR 86 wurde auf Basis einer Kriegslok umgespritzt. Der Auftrag lautete, diesem Arbeitspferd das passende Aussehen zu geben, und Reparaturflicken runden dieses Bild gut ab. So können wir Niederländer doch mit neidischem Blick auf unsere Österreichischen Freunde schauen, die doch reichlicher bedacht sind! Ein guter Grund also, um sich selbst an die Arbeit zu machen!


donderdag 8 februari 2018

01TREFF 2018, dás neue 0&1 Treffen in Holland!

In Maarn passiert in Februar etwas aussergewöhnliches!
Erstklassige Anlagen in Spur 0 und 1, Hersteller und Händler wie KM1 und Lokladen/ Dingler die zum ersten mal in die Niederlande ausstellen. Gedacht war am Anfang ein Treffen mit Freunden untereinander, aber jetzt können wir reden von ein kleines aber feines Treffen, und alle Liebhaber von Spur 0 und 1 sind vom Herzen eingeladen!
Maarn ist etwa  75min. von Oberhausen entfernt, und  bequem vom Ruhrgebiet  aus zu erreichen, über die Autobahn A-12. Auch mit der Bahn ist es kein Problem. Das Bahnhof ist nur 500 m. entfernt, und die Route ist mit Schilder markiert (twee Marken).
 
Händler: Hosenträger Railsystems, Lokladen Bingen/ Dingler, Hoffmann's Modellbau, Spur 1 Werkstatt, Horster Modelbouw, GB Rail Ltd., Zapf, Feld-Grossbahn, Demko und KM-1 Modellbau.
 
Anlagen: Spur 1:
 
Vierheim: Michiel Stolp / Becasse Weathering
Stadtstrecke: Ferry As
Braubach: Walter Smit
Holzheim Demo-Anlage: Ernst Jorissen
Torfbrennerei in 1f: Jan Freckmann
Schaukasten: Hartmut Stöver
Fremo 32 (gekuppelt)
Kanterstrasse: Robert Moerland
Harzinegerode: Oliver Kirschbaum
 
Anlagen spur 0:
 
Oberammergau: Hendrik-Jan Knoop
Weingarten: Theo v. Wijngaarden
Feldbahn in 0: Paul Dirkzwager

 
 
 
Wenn Sie noch fragen haben: michielstolp(at)hotmail.com

zaterdag 3 februari 2018

Bayerisches Bügeleisen: die E 60 von Märklin in Spur 1

Kurz vor dem 01TREFF erhielt ich von meinem Freund Ferry die Anfrage, ob ich es noch schaffen würde, seine neueste Errungenschaft zu patinieren … Die Anlage, die er in Maarn zeigen wird, hat nämlich teilweise Oberleitung, es fehlte nur noch eine patinierte E-Lok. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und machte mich sofort an die Arbeit.

Um ehrlich zu sein: Nach dem Auspacken der Lok war es Liebe auf den ersten Blick! Was für ein fantastisches Modell!

Die E 60 ist eine typische klassische E-Lok: Der Antrieb stimmt mit dem einer halben E 91 überein. Das Einheitsprinzip wurde auch schon früh bei E-Loks angewendet! Wegen der Gewichtsverteilung wurde lediglich eine Bisselachse hinzugefügt.
Rein gefühlsmäßig ist die lange Nase die Vorderseite, aber das ist nicht korrekt. Die Nummer 1 prangt nämlich voller Stolz auf der kurzen Nase.
Ich vermute, dass auch der Lokführer diese Seite bevorzugte, weil er dort eine viel bessere Sicht hatte.

Die Märklin-Lok ist fein detailliert, und diese Rangierlokomotive hat feinfühlige Langsamfahreigenschaften. Das Geräusch überzeugt, und auch das Bedienen des Pantographen fasziniert mich immer wieder.
Der Ausbau der Digitalkupplung war auch sehr einfach.
Auch wenn sie mit 14 Exemplaren ein Exot ist, so erinnert diese Lok doch viele noch an ihre erste H0-Lok und ist für mich echt eine Ikone!

dinsdag 30 januari 2018

Die VI K von KM1 in 1: Schmale Schönheit auf fünf Räder.

Die VI K ist neben der Tssd (Fernsehserie Eisenbahnromantik) das Sinnbild für schwäbische Schmalspurromantik.

Sie würde viel besungen:

„….Auf der schwäbsche Eisebahne gibt's gar viele Haltstatione,
Schtuegert, Ulm und Biberach, Meckebeure, Durlesbach.
Rulla, rulla, rullala, rulla, rulla, rullala,
Schtuegert, Ulm und Biberach, Meckebeure, Durlesbach………

Kontinuierlich baut die Firma KM 1 sein Angebot an württembergischen Schmalspurfahrzeugen aus.
Nach der Tssd und den Rollböcken wurde im vergangenen Jahr die VI K ausgeliefert.
Das Modell ist sehr detailreich umgesetzt worden. KM 1 hier auch einen weiteren Evolutionsschritt in der Modellumsetzung vollzogen
So sind die Scheinwerfer der Lok und die Fahreigenschaft im Vergleich zur Tssd nochmals verbessert worden.
Was fehlte aber?
Eine meisterhafte Patinierung!
Ich sendete Michiel eine Reihe von Originalbilder zu und er setzte das Make-up des Originals wunderbar im Modell um.
Die von ihm erstellten Aufnahmen sind einfach eine Wucht.

Zum Original:
Die Bauserie der VI K umfasste zwei Tranchen, die sich wie folgt aufteilten
  • 99 641 - 99 655 als Gattung K 55.8
  • 99 671 - 99 716 als Gattung K 55.9 (Nachbauserie)
Die abgebildete 99 704 hatte als Original eine sehr bewegte Karriere.
Ihre Stationen waren:
  • Hersteller Maschienbaugesellschaft Karlsruhe, 02.12.1925 Lieferung nach Thum
  • Thum, 02.02.1926 - 14.10.1932
  • Willsdruff, 27.10.1932 - 15.11.1935
  • Heidenau, 05.12.1935 - 02.12.1938
  • Umzug von Sachsen nach Baden-Württemberg und Umbau auf Druckluftbremse (der typische Kessel auf der Pufferbohle)
  • Ochsenhausen, 04.05.1940 - 26.06.1954
  • Güglingen, 28.06.1954 - 23.01.1964
  • Beilstein, 23.01.1964 - 10.12.1965 (z), 1970 zerlegt

M"chten Sie mehr Schmalspur in Spur 1? Schauen Sie bitte hier: https://schmalspur1.blogspot.de/
Museumslok 99 716 auf Besuch
Text P.Prinz

vrijdag 17 november 2017

Schmucker Selbstentlader: der Otmm 64 von Dingler

Das Epoche IV Modell mit Seilanker mit Abweisbügeln.
Es war einmal eine Zeit, da war ich mit einem gesuperten Güterwagen aus den “Anfangstagen“ der Spur 1 sehr glücklich. Aber – was für mein Portemonnaie nachteilig ist – entwickelt sich mein Geschmack und damit das Verlangen nach stets feiner werdendem Material.

Weil ich kleine Dioramenanlagen baue, auf denen das Material in Augenhöhe vorbeirollt, kommt die Detaillierung, die Messingmodelle nun einmal bieten, optimal zu ihrem Recht. Und es wird dabei immer schwieriger, angesichts der Unzulänglichkeiten meiner einfacheren Modelle ein Auge zuzudrücken.
Bühne mit Holzbretter für die Epoche III
Dem Gipfel dessen, was nun im Güterwagenbereich angeboten wird, dem Otmm 64 / Ed 087 von Dingler, konnte ich einfach nicht widerstehen. Dieser Selbstentlader sprüht wirklich vor Details und hat eine Detaillierung, die ein Kunststoffmodell niemals bieten kann.

 Die Klappen sind beweglich ausgeführt. Jeder Hebel korrespondiert mit einer eigenen Klappe, die sich mittels Stangen öffnen und schließen lässt. Die zweite Gruppe Klappen zwischen den Rädern kann mit der Hand in die Entladeposition gebracht werden. Die Ladung kann also, genau wie beim großen Vorbild, realistisch entladen werden. Dazu würde ein wirklich funktionierendes Förderband gut passen!
Der Prototyp veranlasste mich dazu, einen Wagen zu bestellen. Aber: Als mein Epoche IV-Wagen endlich eintraf und ich das Modell auspackte, musste ich mich erst daran gewöhnen!
Bühne mit Gitterrost für die Epoche IV
Denn anstelle eines Bretterbodens auf den Bühnen zeigte sich mir ein fein geätzter Gitterrost. Und als prominentes Detail befand sich auf beiden Seiten ein Seilhaken mit Abweisbügeln in Warnanstrich – das hatte es beim Prototypen nicht gegeben. War diese Ausführung eigentlich korrekt?
Foto mit freundlicher Genehmigung von Stefan Carstens bereitgestellt.

Dieser Wagentyp wurde bis in die siebziger Jahre gebaut und wurde so ab Fabrik geliefert. Es war also nicht, wie ich dachte, eine Modifikation, die bei vielen Selbstentladern in den achtziger und neunziger Jahren angebracht wurde. Das Foto ist der Beweis, Dingler hat sich das Vorbild gut angesehen und eine exakte Kopie geliefert, die mir enorme Freude bereitet und an der ich mich nicht so rasch satt sehen werde!
Die Epoche III Variante mit braunen Rahmen

zondag 12 november 2017

Badische Beauty: die Baureihe 75 von KM1



Nach all den Köf-Berichten endlich mal wieder eine Dampflok. Und was für eine! Eine echte Länderbahnlok in Bundesbahnuniform. Eine Maschine, die durch ausgezeichnete Leistungen wirklich überall eingesetzt werden kann; von schnellen Wendezügen im Vorortverkehr bis zum Nahgüterzug. Überall glänzte sie, und das macht sie zu einem idealen Vorbild, um ins Modell umgesetzt zu werden.
 

 Direkt bei Lauingen liegt die Museumsstrecke der Ulmer Eisenbahnfreunde (UEF). Hauptquartier ist der Bahnhof Gerstetten, der sich inmitten von Apfelbaumgärten in die wellige Landschaft am Rande des Dorfes schmiegt. Die Hauptrolle in dieser schönen Inszenierung spielt die BR 75, die durch Freiwillige liebevoll gepflegt wird. Nun ist eine Museumslok zwar ein ganz schlechtes Vorbild für einen Patinierer, aber ich kann mir vorstellen, dass bei Herrn Krug von KM1 dort der Funke übergesprungen und der Wunsch entstanden ist, diese Maschine nach 1:32 zu übersetzen.
 

Dass dies gelungen ist, lassen die Fotos erkennen. Das Modell ist bis zum Äußersten detailliert, aber dennoch nicht weniger solide. Sehr schön für die tägliche Praxis als Patinierer! Die üppigen digitalen Funktionen sind überzeugend, das Geräusch auch, ihm fehlt jedoch die Tiefe.

Ich konnte bei diesem Modell wieder eine neue Vorgehensweise bei der von mir entwickelten 3D-Technik anwenden: Erst wurde das gesamte Modell in Mattschwarz tamponiert, und danach wurden direkt die glänzenden Stellen angebracht. Die Übergänge können so einfacher kontrolliert werden.

 
Auch wenn es mehr Arbeit macht, aber der Effekt von angebackenem Schmutz ist hierdurch noch überzeugender. Vorbildfotos lassen einen übervollen Kohlenvorrat erkennen, quasi als Sahnehäubchen wollte ich das auch nachbilden. So bekommt diese badische Schönheit auch eine eindrucksvolle „Rückseite“.

zondag 29 oktober 2017

Noch eine Privatbahnlok: Die Dingler-Kö1 umgebaut

Unlängst erhielt ich den Auftrag, die Kö1 von Dingler rigoros umzubauen. Die Lok, die inzwischen einen ESU-4.0-Decoder und ein Powerpack erhalten hatte, sollte in der gelben Livree der Firma Stewing daherkommen. Das Dingler-Modell wurde gewählt, weil diese Gmeinder-Lok aus einer späteren Serie stammt und damit näher am Vorbild als die KM1-Kö1 ist. Alles in allem ein schwerer Brocken, denn diesmal blieb es nicht bei etwas Farbe und ein paar Buchstaben.

Kö1 0255 wurde 1967 durch das Schwellenwerk Stewing von der Bundesbahn übernommen. Dort tat sie bis zu Beginn der neunziger Jahre auf dem Werksgelände Dienst. Am Erscheinungsbild der Lok wurde in diesen Dienstjahren aber einiges geändert …

Die größte Änderung ist wohl, dass die Lok eine Luftdruckbremse erhielt. Dafür musste ein Kompressor an der Rückfront angebracht werden. Dieser wurde vom Besitzer aus Messing gedreht, und die Stützen wurden aus Messing-L-Profil zusammengesetzt.

 An der Pufferbohle sieht man auch Bremsschläuche und Handgriffe. Fotos des Originals bekam ich mitgeliefert, und ich konnte so eine sehr präzise Patinierung schaffen mit als auffallendem Detail graue Rostschutzfarbe, die hier und da Reparaturflicken schützt.

Die komplexen, mehrfarbigen Decals stammen von Simrock.

 Insgesamt ein außergewöhnlicher Auftrag, der aufgrund der präzisen Vorbereitung durch den Kunden in einem vernünftigen Zeitrahmen erledigt werden konnte – mit als Resultat einem einzigartigen Modell, das in einer ganz speziellen Zusammenarbeit zustande gebracht wurde!