vrijdag 18 september 2020

Quo vadis Vierling?

Wo befindet sich das Unternehmen Vierling? In Deutschland? Oder in Österreich? Nun, jetzt in Österreich, vielleicht in der Nähe des Weilers Vierlings. Auf jeden Fall kann die Strecke selbst leicht einige hundert Kilometer südlich gelegen sein. Und, um ganz ehrlich zu sein, was die Gebäude betrifft, so hat mich eine Website über österreichische Industriebahnen inspiriert. Dies spiegelt sich zum Beispiel in dem holzverkleideten Bockkran wider.


Das Flair der Österreichischen Bundesbahn hat mich in meinen Kindheit während Wintersportferien berührt, und so manches österreichisches Modell ist auf meinem Tisch zum Patinieren gelandet. 

Die oft schlichten, schwarzen Lokomotiven mit geschmackvollen, roten Akzenten ergeben ein völlig anderes Bild als die halb roten, halb schwarzen der deutschen Pendants... Chique eigentlich. 


In der Regel sind die von mir patinierten Modelle Lokomotiven und Waggons nach deutschem Entwurf, manchmal aber auch reinrassige österreichische Lokomotiven. Glücklicherweise gibt es viele Farbbilder von österreichischen Dampflokomotiven. Bemerkenswert ist die typische Verschmutzung dieser Maschinen, die einen angepassten Patinierungsprozess erfordert. Eher gräulich und beige zum Beispiel. Auch die Güterwagen in Kastanienbraun erfordern einen anderen Ansatz.


Auf meiner Strecke fühlen sich die BR 656 und BR694 mehr als zu Hause. Die kompakte Schlepptenderlokomotive bringt einen kurzen Zug, die BR 694 wird die Wagen auf die Abstellgleise bringen. Das “Verschubspiel“ hat begonnen!


Übrigens: Die demnächst erhältliche Baureihe 93 von Spur1 At  https://www.spur-1.at/br-93  wird auf der Anlage Vierling perfekt passen. Wenn Sie sich also für diese Modelleisenbahn interessieren, weil Sie Ihre österreichischen Modelle in einem geeigneten Umfeld entspannt rangieren können wollen? Lassen Sie es mich wissen, und ich werde Ihnen diese Anlage persönlich bringen.


Weitere Informationen finden Sie in diesem Beitrag. http://becasse-weathering.blogspot.com/2020/05/anlage-gebr-vierling-steht-zum-verkauf.html  Preis ohne Lok und 2 Wagen; € 10.900,-

Wollen Sie Finescale fahren? Kein Problem. Ich kann die Weichen auf Wünsch für Sie anpassen. Kommenden Herbst können Sie dann in den Genuss dieses exklusiven Layouts kommen. 

Die Anlage ist ausführlich beschrieben in der Miba, Ausgabe 6/2020 und 7/2020, sowie im EK Sonderheft Spur 1 Faszination Ausgabe 13.






vrijdag 3 juli 2020

Baureihe 77 /P5 von Fine Models. Das eigenwillige Entlein.



Die Baureihen 77.0 und 77.1 der Deutschen Reichsbahn wurden ursprünglich als Baureihe P 5 der Fa. Kraus & Co. für die Pfälzischen Eisenbahnen entwickelt und gebaut. Der Konstrukteur, Wilhelm Staby - war konservativ, und beharrte auf der Notwendigkeit einer naßdampflokomotive. Dadurch ist dieser Entwurf wirklich ein Haufen von Korrekturen, Anpassungen und dann wieder Korrekturen. Nebensache ist- vermute ich- das das Erscheinungsbild darunter litt.



Die Lokomotive musste auf der kurzen Strecke zwischen den Bahnhöfen gleichmäßig beschleunigen und abbremsen können. Um nicht viel Zeit zu verlieren, musste sie eine große Kohle- und Wasservorrat mitnehmen können.
Um auch vorne eine gute Führung der Lokomotive im Gleisbogen zu erreichen, baute man statt einer z. B. als Bisselachse geführten Laufachse ein Krauss-Helmholtz-Lenkgestell ein.

Aus Platzmangel mussten die Zylinder schräg gestellt werden, was der Lokomotive ein einzigartiges Aussehen verlieh. Die letzten im Besitz der Deutschen Bundesbahn befindlichen Lok wurden 1951 ausgemustert. Der Einsatz dieser Lokomotive endete, aber einige der Loks wurden an Privatbahnen verkauft.



Fine Models setzte diesen Exot in 1 zu 32 um. Nur die Radreifen blieben blank, aber ich vermute, dass sie bei der Bundesbahn rot waren. Ich habe dies leicht angepasst. Als Tom Steiner von Bees'Modellbahn mir auftrug, diese - recht exklusive Maschine - kräftig zu patinieren, wurde ich sofort herausgefordert!



Die typische Frontschürtze, das Führerhaus, das so groß wie ein Ballsaal aussieht (die Entfernung von der Kohlevorrat bis zur Feuerbüchse muss für den Heizer ein großes Ärgernis gewesen sein)  und diese dicke Wasserkästen bettelten um eine solide 3D-Behandlung. Trotzdem habe ich mich dafür entschieden, das Rot recht sauber zu halten, vor allem wegen der eigentümlichen Eleganz der Pufferbohlen.
Ich weiß nicht, wie Sie darüber denken - ich bin sicher, dass es eine Lok ist, der gefällt oder nicht gefällt. Ich aber gehöre definitiv zu den Liebhabern.
Ein Exot, der das Rampenlicht mehr als verdient hat!

vrijdag 5 juni 2020

Erstlingswerk, Meisterwerk: Die BR81 Von Steiner Modellwerke

Der Prototyp veranlasste viele Modellbahner dazu, eine Lokomotive bei diesem noch unbekannten Hersteller zu bestellen. Das Detail, die Liebe zum Modell als Vorbild und auch die Forschung spiegelten sich darin deutlich wider. Stefan Steiner tat alles, was sich einem Hobbyisten einfallen kann, um ein perfektes Modell zu schaffen. Das abnehmbare Dach, feinstes Detail und dennoch robust, ja selbst die Kohlehaufen ist nicht zugeschmiert, sondern realitätsnah gestaltet.

Nach dem Öffnen der geschmackvoll gestalteten Verpackung und dem Aufstellen des Modells auf die Schienen wird das Auge nicht müde von dieser kleinen Rangierlok. Sehen Sie sich nur die feine Holzstruktur der Aufbau des Kohlenkastens an, der im Gegensatz zum Prototyp nun aus Messing besteht. 

Oft sehen wir eine Art psychedelisches Labyrinth in Bezug auf die Struktur, aber jetzt wird dies sehr realistisch dargestellt! Und von der feinen Beleuchtung wird man sich auch nicht satt sehen. Glühbirnchen geben das einzige realistische Glühen, dies im Gegensatz zur manchmal blendenden LED-Beleuchtung.

                      
Die Baureihe 81 fühlt sich auf der Anlage Vierling wie ein Fisch im Wasser. Das Rangieren mit dieser Lok ist ein wahres Vergnügen, und sie lässt sich fein kontrollieren. Der Sound erscheint mir eher schwach. Es fehlt an Tiefe, aber das wird wahrscheinlich durch einen kleinen Lautsprecher aus Platzmangel verursacht. Schön ist die Möglichkeit, der BR 81 im Leerlauf über die Bahn segeln zu lassen. Mir ist an mehreren Museumsbahnen aufgefallen, wie wenig Lärm eine Dampfmaschine tatsächlich macht, selbst bei einer Schweißarbeit.
Nun ist dieses Modell in kleinen Stückzahlen produziert worden, und ich kann mir vorstellen, dass so mancher Einser durch die Gewalt der Ankündigungen anderer Hersteller aufgehalten wurde.
Und das ist wirklich Schade. Denn hin und wieder kommt eine Lokomotive auf den Markt, die sofort ein Klassiker ist. 
In der an alles gedacht wurde und die viel Mühe in jedes Detail steckt.
Es ist zu hoffen, dass sich Herr Steiner aufgrund der positiven Resonanz doch noch zu einem weiteren Modell entschließt. Weil es so viel absolute Qualität zu einem angemessenen Preis gibt, gibt es bestimmt für diesen Hersteller noch einen Platz auf dem Spur-1-Markt. Wenn ich einen Vorschlag machen darf? Eine Köf II in dieser Qualität fehlt!

zondag 31 mei 2020

Modernes Mädchen: Die BR 335 von Märklin umlackiert.

Dass ich eine Schwäche für Kleinloks habe, dürfte inzwischen bekannt sein. Dass ich auch schon den Wunsch hatte, eine Modellbahn der aktuellen Epoche zu bauen, mag für viele überraschend sein. Ein kleines Stück Industrie mit modernen Lagerhäusern, schlichte Güterwagen und natürlich etwas wildem Müll.
Freund Olli hatte die  ozeanblau-beige Lokomotive von Märklin bereits mit einem ESU-5.0-Decoder mit Powerpack ausgestattet. Zunächst habe ich die Spielzeugkupplung gegen eine RK-900-Kupplung von Klaus Weihe ausgetauscht. Übrigens stammen die Funkantennen auf dem Dach ebenfalls aus seinem Sortiment. Die aus Messing gefertigte Kupplung ist sehr maßstabsgetreu und funktioniert bei richtiger Montage besser als die ursprüngliche.  Das ferngesteuerte An- und Abkuppeln von Güterwagen ist zusammen mit einem guten Sound ein wahres Vergnügen.
Der nächste Schritt ist das Lackieren der Lokomotive. Dazu werden Gehäuse und Rahmen abgenommen und die Fenster werden entfernt. Danach wird die gesamte Beschriftung mit feinem Schleifpapier entfernt. Die erste Schicht ist ein fast weißes Hellgrau. Dies ist auch der ideale Untergrund für das Verkehrsrot. Nach dem Abdecken der weißen Felder vorne und hinten wird alles komplett rot gespritzt. Schließlich folgt auf dem Dach und am unteren Rand das dunklere Grau. Eigentlich ganz einfach.
Die Unterseite der Lokomotive erhielt einige zusätzliche Details wie die Entlüftung der Kupplung. Der Motor blieb während des Schwarzspritzens einfach an Ort und Stelle, weil ich ihn vorher abgeklebt hatte. Auch die Seiten der Räder erhielten eine Schicht Schwarz und dann gelbe Markierungen. Details wie Griffe habe ich mit einem Pinsel gemacht. Ich habe für diesen Auftrag RAL-Sprühdosen von Mipa verwendet, weil sie sehr kratzfest sind und ein unvergleichliches Ergebnis liefern. Eine Standard-Airbrush kann nach meiner Erfahrung nicht so viel Farbe auf einmal gleichmäßig auftragen.
Das Anbringen von Abreibe-Decals von Simrock gab der Lok dann den letzten Schliff. Sie werden anschließend mit einer dünnen Schicht Glanzlack geschützt. Und Sie sehen richtig: Die Köf ist noch nicht patiniert. Ob ich das jemals tun werde, ist noch die Frage. Denn ich denke, so ein frisch glänzende Erscheinung, direkt aus dem Ausbesserungswerk, hat auch ihren Reiz!

zondag 24 mei 2020

Anlage Gebr. Vierling steht zum Verkauf: eine Anlage für Feinschmecker.

Die patinierte BR 94 passt perfekt auf Anlage Vierling.
Für jede Edition des 01TREFF habe ich eine neue Anlage gebaut. In diesem Jahr war es die Anlage der Gebr. Vierling. Eine industrie-MöbelFabrik in einer ländlichen, herbstlichen Umgebung. Da für ein nächstes Projekt Platz benötigt wird, wird diese Anlage zum Verkauf angeboten. Diese modulare Anlage bietet trotz ihrer bescheidenen Größe und ihres Gleisplans garantiertes Rangiervergnügen.
Viel Betrieb auf dem Fabrikshof.
Da kein Umfahrgleis zur Verfügung steht, muss eine zweite Lokomotive zur Hilfe kommen, um die Wagen vorzubereiten, die aufgenommen werden müssen, und die Wagen, die herangebracht werden sollen, abzukuppeln. Für diesen Zweck ist die ''Honfhund'', eine privatisierte Kö 1 (KM1 mit Digi-Kupplung), die ideale Lokomotive. Im Verkauf enthalten sind außer der Kö1 auch eine gesuperte und patinierte  Gl 11 Dresden und eine O 02 Schwerin mit Holzladung.
Kö1, Schwerin und Gl 11 sind einbegriffen!
Die Anlage wird geliefert mit einem angepassten und passend grau gestrichenen Ikea Ivar Regal, auf dem der Anlage ruht. Auch der Fiddleyard findet seinen Platz hierauf. Die Anlage wird mit einer Roco-Multimaus gesteuert, die genug Leistung für zwei Lokomotiven hat. 

Die Holzvorrat bekommt Nachschub.
Die integrierte Voute mit Beleuchtung, zusammen mit dem Regal mit macht dieses Layout sozusagen zu einem echten Möbelstück, das in einem Innenraum nicht fehl am Platz wirkt. Über der gesamten Anlage wurde ein halbtransparentes Plexiglas angebracht, das den Staub sehr effektiv von der Bahn abweist.

 Die "Gebr. Vierling Anlage" wurde kürzlich in der Zeitschrift "Spur 1 Faszination" vorgestellt und wird in den Juni und Juli-Ausgaben der Miba erscheinen. Hier können Sie lesen, dass alle Gebäude, Lampen und sogar Bäume komplett selbst gebaut sind und wie liebevoll alle Details umgesetzt wurden.

Von herumspazierenden Hühnern bis zur attraktiv abgestimmten Beleuchtung. Natürlich beschreibe ich in großen Schritten den Ursprung dieser Anlage hier  auf meinem eigenen Blog.

Dieses video auf Youtube zeigt die Anlage im Betrieb während 01TREFF 2020. Der erste und bisher einzige erfolgreiche Auftritt.

Und noch ein VIDEO. Hier bis zu 9 Minuten Rangieren mit mehreren Lokomotiven auf Anlage Vierheim.




Die Anlage Vierling entspricht in ihren Abmessungen exakt dem hier gezeigten Plan der vorherigen Anlage Vierheim..
Gesamtlänge: 502,5 cm.
    Gesamttiefe: 70 cm.

Höhe des Modellbahngleises ohne den Friesstreifen, gemessen vom Boden: 130 cm.
Höhe einschließlich Friesstreifen: 196,5 cm.
Gleismaterial: NEM- Gleis von KM1 mit Holzschwellen.
Angebotspreis € 12.500,- inkl. Mwst. Lieferung nach Rücksprache.

 Kontakt über post@beesmodellbahn.de oder über michielstolp@hotmail.com

Seitenansicht der gesamte Anlage von fast 4 Meter außer Fiddleyard.

Die Modelleisenbahn wird Ihnen persönlich geliefert und installiert, so dass Sie sie sofort genießen können! Und Sie erhalten auch einen Gutschein für die Patinierung einer Lokomotive aus Ihrer eigenen Sammlung. Kosten, Zeit und Mühe werden gespart für dieses exklusive Layout auf höchstem Niveau, das Ihnen gehören kann.

zaterdag 18 april 2020

Garantie nach der Patinierung.

KM1 ist die einzige Marke, die einen Patinierungsservice anbietet, wobei nach Patinierung die volle Gewährleistung erhalten bleibt. Wenn ein Modell außerhalb dieses Dienstes patiniert wird, auch durch Becasse Weathering, verlieren laut die Bedingungen von KM1 ebenfalls die Garantie und die eventuelle Reparatur geht zu Lasten des Eigentümers. (Liegt die Ursache eines Defektes in einer Patinierung meinerseits, werde ich diesen natürlich erstatten!)

Baureihe 212 von KM1
Es ist daher ratsam, Ihr KM1-Modell vor der Auslieferung Für eine Patinierung zu registrieren. Sie erhalten Ihr patiniertes Modell dann direkt von KM1. Das spart eine Menge Versandkosten und Mühe. Aber, nach der Auslieferung ist es genauso gut möglich. Alles, was Sie tun müssen, ist das Modell an KM1 zu senden.

Ich hatte dies bereits in einem Artikel in meinem Blog erwähnt, aber ich möchte Sie noch einmal darauf aufmerksam machen, um Enttäuschungen zu vermeiden!

Was die Patinierung der KM1-Modelle innerhalb der Garantiedauer betrifft, liegt die Wahl also bei Ihnen. Entweder über KM1 oder auf eigene Verantwortung direkt bei Becasse Weathering.

Die andere Marken wie Dingler, Kiss, MBW haben bisher keine Einwände gegen Modelle, die innerhalb der Garantiezeit zur Reparatur eingesandt wurden,  wenn sie von Becasse Weathering professionell patiniert wurden.

Becasse Weathering bietet sogar eine lebenslange Garantie auf die Patinierung. Beschädigungen werden kostenlos nachgebessert!

Baureihe 212 von KM1





maandag 6 april 2020

Tenderlok-Trio: Die BR 85 (MBW), BR 94 (KM1)von KM1 und BR 64 von Märklin.


Dampf, aber kein Platz?  Dann ist eine Tenderlokomotive der ideale Kandidat. Optimal für große Spurweiten also!
Diese Dampflokomotive nimmt ihren eigenen Kraftstoff und Wasser mit und hat in der Regel eine symmetrische Achsanordnung, so dass die Fahreigenschaften vorwärts und rückwärts nahezu gleich sind. Allerdings hat diese Ausführung auch Nachteile; da der Wasser- und Kohlevorrat abnimmt, verändert sich auch die Reibungslast während der Fahrt. Deshalb ist es vorzuziehen, den Kohlevorrat über einer Laufachse zu platzieren, um diesen Effekt zu minimieren. Auch ist der Vorrat relativ gering, so dass die Reichweite der Tenderlok begrenzt bleibt.
Das Vorbild der BR 85 von MBW ist eine der beeindruckendsten deutschen Tenderlokomotiven. Und auch das Modell kombiniert Kraft mit Filigranität. Ein großer Schluck BR 44, der mit etwas BR 62 veredelt ist, sorgt für dieses harmonische Design. Großartiger Klang und eine stolze Rauchfahne dieses Modells sorgen für ein einzigartiges Erlebnis.
Aber ein leuchtendes Rot mit tiefem Schwarz stört die Illusion, so dass sich der Kunde für eine ziemlich starke Patina entschieden hat. Ich arbeite in drei Stufen. Hier ist Stufe 3; eine starke Patina, bei der die Lok aber nicht vernachlässigt aussieht. Stufe 4 ist quasi abgestellt, aber das ist natürlich bei so eine schöne Machine keine Option.

Die nächste Tenderlok, die ich Ihnen vorstellen möchte, ist die BR 94. Dieses Modell aus Lauingen mit seinen 5 Kuppelachsen ist ein Außenseiter in diesem Artikel; eine typisch preußische Maschine mit unverwechselbarem Länderbahn-Flair. Detail und Ausführung sind tadellos, die Auswahl an Varianten ist enorm. Ich habe diese Maschine zwischen Stufe 2 und 3 patiniert, wo das Rot der Steuerung noch deutlich sichtbar ist.
Mir wird oft die Frage gestellt, ob ich eine Lok auseinandernehmen muss, um patinieren zu können. Aber ich versichere Ihnen, dass dies nicht der Fall ist. Wohin das Auge sehen kann, komme ich auch mit Farbe! Das geniale Fahrwerk der BR 94 hat überall eine passende Patina, wo sich Schmierstoffe, Wasser und trockener Staub abwechseln.
Schließlich ist die BR 64 an der Reihe. Ich habe diesen “Bubikopf“ schon einmal in meinem Blog vorgestellt, aber nicht in Stufe 3. Sie gibt der Lokomotive genau das Aussehen, das ich gesucht habe. Beim Recherchieren vieler Beispielbilder von Maschinen aus der Epoche IV sah ich manchmal ein sehr schmutziges Fahrwerk. Es ist sicherlich nicht ganz schwarz, aber der Effekt passt sehr gut zu einer Tenderlok, die in ihren letzten Jahren im Einsatz ist.
Da es sich um eine Maschine aus meiner eigenen Sammlung handelte, hatte ich freie Hand. Ich habe auch einige neue Techniken angewandt, wie Korrosion und Kalk auf den Leitungen, Wasser auf dem Wassertank und eine separate Methode zur Vermischung von Asche und Ruß, z.B. auf den Pufferbohlen. Das alles wird mit einer Schicht Mattlack fixiert und ist sehr dauerhaft.
Tenderloks machen mir beim Patinieren eigentlich am meisten Spaß. Die österreichische Baureihe 93 https://www.spur-1.at/br-93 wird demnächst erscheinen, und ich freue mich schon jetzt auf diese Maschine, denn sie hat ihre ganz typische eigene Patina. Natürlich bald auf meinem Blog zu bewundern!












zaterdag 25 januari 2020

Vierheim wird Vierling: das Recyceln einer Modellbahn. Teil 3

Anlage Vierling im Abendsonne.
Fünf Wochen vor dem 01Treff kam mir die unglückselige Idee, um konsequent zu sein auch den Köf-Schuppen und das Dienstgebäude zu ersetzen. Sollte ich hier einen größeren Lokschuppen bauen, in dem auch eine kleine Dampflok unterkommen kann? Eine schnelle Testaufstellung mit PVC-Platten brachte mir nich das Aha-Erlebnis, sodass ich beschloss, es ganz anders anzugehen.
Die ursprungliche Situation: Köf-Schuppen und Dienstgebäude.
Die Herausforderung ist hierbei, die Zufahrt zum Fiddleyard zu tarnen. Davor muss ein ausreichend hohes Gebäude stehen, das auch lang genug ist, damit jede Möglichkeit, den Schattenbahnhof einzusehen, ausgeschlossen ist. Denn die ganze Illusion ist in dem Moment futsch, wo eine Lok in die heile Modellbahnwelt durch ein ausgesägtes Loch hineinfährt! Um eine massive Form doch leichter wirken zu lassen, schien mir ein Schuppen mit einer offenen Bretterwand die ideale Lösung zu sein. Man sieht, dass die Welt weitergeht, aber wie es dahinter genau aussieht, bleibt undeutlich.
Weil das Gebäude eigentlich ziemlich wenig Tiefe hat, bestand die einzig glaubwürdige Möglichkeit darin, es an der Vorderseite offen zu lassen. Ich darf hier nochmals darauf hinweisen, dass mir nur 55 cm Anlagentiefe zur Verfügung stehen!
Der Schuppen hat seine endgültige Form angenommen.
Außerdem musste ich mir noch eine Geschichte zur Existenzberechtigung des Schuppens ausdenken, und die sieht so aus: Für die Möbel und Transportkisten ist viel Holz erforderlich. Das wird gesägt angeliefert und in der Fabrik auf Maß gebracht. Die Ladung muss trocken bleiben, da ja getrocknetes Holz geliefert wird. Beim Entladen muss es dann auch so gut wie möglich trocken gehalten werden, damit es direkt verarbeitet werden kann. Von daher also die Überdachung!
Allerdings wird auch Holz angeliefert, das noch getrocknet werden muss. Das erfolgt dann außerhalb der Anlage imaginär irgendwo auf dem Gelände der Gebrüder Vierling. So brauche ich nicht all meine schönen Holzladungen mit Planen abzudecken. Auf diese Weise entsteht wie von selbst eine Logik, auch wenn sie nur aus dem Reich der Phantasie stammt! Das Schöne an dem offenen Schuppen ist zudem, dass auch die diensthabende Kleinlok trocken abgestellt werden kann, wenn sie nicht gebraucht wird.
Ich habe die ganze Konstruktion aus feinen, gesägten Feuerholzbrettchen mit einer Stärke von 7 x 7 mm gemacht. Die Rückwand entstand aus hölzernen Rührstäbchen. Diese hatte ich mir bisher immer bei IKEA „geliehen“, aber die haben auf Exemplare aus Metall umgestellt. Aus gutem Grund wahrscheinlich….
Der Schuppen ist so gut wie fertig.
Ich habe zwei Pakete online bestellt, und mit einem Vorrat von 2.000 Stück lässt sich nun prima basteln. Die gemauerten Zwischenräume wurden aus 3-mm-PVC-Platten gefertigt und mit einer dünnen Schaumstoffplatte (foam) verkleidet. Diese habe ich unregelmäßig auseinandergerissen und dann wieder zusammengeklebt. Das gibt die schönsten Risse im Putz!
Auch das Dach besteht aus einer PVC-Platte, allerdings nur 2 mm stark. Die Unterseite wurde mit einem Messerrücken eingeritzt, um dadurch eine Bretterstruktur zu bekommen. Die andere Seite erhielt Bahnen von Abklebeband. Das male ich dann schwarz an, anschließend ein unregelmäßiger Auftrag von mit Holzleim „verdünntem“ Grau, in das ich feines Glaspulver von Stangel hineinstreue. Das Resultat ist ein super Teerdach! Eine lästige Arbeit ist das Anbringen der Regenrinnen. Da dies aber die Krönung der Arbeiten ist, heißt es nicht aufgeben und fertigstellen. Belohnt wird man mit einem filigranen Gebäudeelement, das den Schuppen wirklich vollendet.
Ich mache die Regenrinnen aus Spezialprofilen von Fiedler und die Fallrohre aus Messingröhrchen. Die Schellen entstehen aus kleinen Nieten, die ich mit einer kleinen Zange in die Form bringe und dann auf die Profile löte.
Dadurch, dass das Gebäude so nahe an der vorderen Kante steht, kann die Anlagenbeleuchtung unmöglich die Innenseite des Schuppens beleuchten, weswegen einige etwas stärkere Modell-LED-Lampen, aufgehängt an den Dachbalken, das Innere des Schuppens nun sehr schön ausleuchten.
Im Winter wird auch nach Sonnenuntergang noch fleißig gearbeitet.
Das letzte Stückchen Arbeit war das Anfertigen der passenden Ladungen. Mein Freund Hendrik-Jan zeichnete eine große Zahl von Werkbänken und ließ sie lasern. Sie stehen hier und da in der Fabrik und im Schuppen. Für den Transport wird noch viel von Transportkisten Gebrauch gemacht. Diese werden in der Fabrik auf Maß gebracht, und die Möbel werden darin zu den Kunden transportiert. Kleinere Bestellungen gelangen in gedeckten Güterwagen zum Kunden, und in diesen Wagen kommen auch die benötigten Teile für die Möbelfertigung an, so z. B. Arbeitsplatten.
Die feinen Schnittholzstapel, die mit Rungenwagen angeliefert werden, sind aus 0,8-mm-Balsaholz, auf Maß geschnitten und mit Holzleim zu Paketen geklebt. 1 mm breites, schwarzes Tape dient als Spannbänder. Jetzt noch etwas Abfallholz am Schuppen, alte Zeitungen und herumfliegenden Abfall und natürlich die Spalte zwischen Gebäude und Untergrund mit feinem Sand beseitigt – und fertig ist das Gebäude!
Die Köf erfüllt klaglos alle Rangieraufgaben.
Endlich habe ich nun Zeit, mich der Anlage zu widmen. Es gibt beinahe nichts Schöneres, als zum ersten Mal über ein neu angelegtes Stück Gleis zu fahren, auch wenn es in diesem Fall nur 30 cm sind, nämlich die Verlängerung des Gleises zum Schuppen!
Ich selber rangiere am liebsten mit einer Köf, das finde ich einfach schön. Aber eine kleine Dampflok passt ebenso gut in diese Umgebung, zumal es mein Anliegen war, diese Anlage sowohl in Epoche III als auch in Epoche IV einsetzen zu können. Die Baureihe 89.75 von KM1 fühlt sich als Hofhund hier garantiert zuhause. Eine Baureihe 94 oder 64 kann sich beispielweise um die Anlieferung von Güterwagen kümmern. In der Epoche IV würden Köfs und z. B. eine V 100 oder V 60 die Hauptrolle spielen. Und ein Mix von beiden ist natürlich auch gut möglich.
Dampfloks fühlen sich hier genau so wohl wie die Diesel.
Was ist nun die Zukunft der Anlage Vierling? Ich habe schon wieder Pläne für eine neue Bahn – da wundert sich doch nicht wirklich jemand? – und auch Aufträge für den Bau von Anlagen. Deshalb steht Vierling zum Verkauf, um Platz für Neues zu schaffen. So schnell bereits? Nein, große Eile habe ich nicht. Ich will zuerst einmal die Anlage genießen und beim 01TREFF ausgiebig bedienen, wo sie auch ihre Premiere erleben wird. Das ganze Wochenende wird mir und meinen Freunden viel Freude bereiten, das weiß ich bereits jetzt! (Anmerkung des Übersetzers: „Ich freue mich auch schon darauf, auf dieser Anlage rangieren zu dürfen!“) Aber wer wirklich Interesse am Kauf dieser Anlage hat, darf sich jetzt schon melden.

maandag 13 januari 2020

Vierheim wird Vierling: das Recyceln einer Modellbahn. Teil 2

Der Beschluss stand fest, das frische Grün musste weichen und die romantische Fabrik auch. Das bedeutete wieder eine komplette Metamorphose. Ich wurde schon ein wenig nervös, denn es war bereits Ende Oktober, als ich das beschloss, und ich wusste, dass es bis zum Februar nicht mehr lange dauern würde. Also Beeilung! Die Idee war, einen Metallverarbeitungsbetrieb zu bauen, und diesmal – welche Überraschung! – im Spätherbst.


Das Gras, das so sorgfältig aufgebracht worden war, wurde rücksichtslos entfernt, um dann eine neue Bodenschicht aufzubringen. Jetzt wurden kurze, braune 2-mm-Fasern als Basis benutzt, denen eine hellbraune und olivgrüne Mischung von 4,5 mm folgte. Zuletzt wurde ein Mix aus langen, beigen Fasern von 6 und 12 mm verwendet. Das harmoniert viel besser mit dem Hintergrund und auch mit dem Untergrund. Ich wusste, dass ich nun auf dem richtigen Weg war.


Die Fassade wurde durch einen viel neutraleren Baustil ersetzt, der altmodische Bockkran aus Holz musste einer schwereren Metallausführung Platz machen. Der mit Holz verkleidete Schuppen blieb in der ersten Instanz, ebenso wie die hölzerne Überdachung. Die grundsätzliche Harmonie war jedenfalls wieder hergestellt.


Ab diesem Punkt konnte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. So setzte ich direkt vor den Hintergrund einen Lattenzaun, womit das Problem des Übergangs zwischen Vorder- und Hintergrund gelöst war. Oben auf dem „Hügel“ machte ich eine Schrottverladung. Abfall und beschädigte Produkte können dann gesammelt werden, und ab und zu kommt ein offener Güterwagen, um den Schrott einzusammeln.



Ein Dorn im Auge war mir auch der Weg, der rechtwinklig auf den Hintergrund zuführte. Indem ich ihn stark verkürzt in S-Form verlaufen ließ, bin ich in der Lage, durch einen „strategisch günstig“ platzierten Traktor diesen Übergang zu tarnen.


War dann hiermit das Projekt endlich abgerundet? Leider nicht! Denn mit einer Vier im Namen konnte es nicht ausbleiben, dass zum vierten Mal eine große Veränderung stattfand, weil mir nämlich das Gebäude, in dem ein Güterwagen entladen werden konnte, noch immer nicht zusagte. Als die BR 212 von KM1 ausgeliefert wurde, kam ich zu dem Schluss, dass das Bauwerk zu klein aussah. Das Verhältnis zwischen Modell und Umgebung stimmte nicht. Somit war das gewählte Vorbild falsch. Also lediglich ein neues Gebäude machen ….



Ich entschied mich für ein ordentlich höheres Gebäude mit einem Sägezahndach. Aus einer 1 cm dicken PVC-Platte wurde die Grundform geschnitten, und mit aufgebrachten Details erhielt der Bau seine endgültige Gestalt. Im fange immer mit gutem Mut an und denke, dass es eine relativ einfache Arbeit ist. Aber nach mehr als einer Woche Fulltime-Arbeiten bin ich froh, dass es nun geschafft ist. Das Endresultat ist ein massives Gebäude mit einem filigranen Vordach. Es vermittelt einen sehr interessanten Gesamteindruck mit ausreichend Masse, Details und Tiefe. Nun bin ich endlich zufrieden.



Das Thema Metallverarbeitungsbetrieb passte allerdings nicht gut zu diesem Gebäude, sodass ich mich dafür entschied, die Anlage umzutaufen in „Gebr. Vierling, Gewerbe- und Industriemöbelfabrik“. Und eine mit der Hand gemalte Giebelreklame lässt hierüber keinen Zweifel entstehen.
Hier werden zum Beispiel Werkbänke gefertigt und Spinde montiert. Letztere werden aus Metall gekantet, das in Schiebedachwagen angeliefert wird. Die Produkte der Firma Vierling werden in gedeckten Güterwagen versandt.


Selbstverständlich erfolgt auch die Lieferung von Holz für Werkbänke, Schränke und Stühle auf der Schiene. Es kommt per Rungenwagen, den ein Gabelstapler entlädt. Die Fabrik hat ihre Energieversorgung bereits vor einiger Zeit von Kohle auf Öl umgestellt. Mit gewisser Regelmäßigkeit kommt daher ein Kesselwagen, um die Vorräte aufzufüllen.

Der Köfschuppen und Dienstleitungsgebäude mussten auch weichen und stattdessen kommt ein großen, offenen Holzschuppen. Dank die späte Entscheidung hierfür natürlich Modellbau unter Zeitdruck...ob ich e schaffe erfahren Sie demnächst im letzten Teil 3.