dinsdag 4 februari 2020

Das 01TREFF 2020, 8. und 9. Februar.

Liebe Spur-0- und Spur-1-Enthusiasten,

mit ein wenig Stolz darf ich den 01TREFF 2020 ankündigen. Am 8. und 9. Februar findet diese besondere Ausstellung zum dritten Mal in Maarn (NL) statt. Führende Hersteller zeigen ihre neuesten Modelle und es gibt ausgewählte Händler mit einer hochwertigen Produktpalette.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von hochrangigen Modelleisenbahnen zu bewundern, darunter die neueste Anlage von Großmeister Marcel Ackle.''Bad Willemshöhe ist wieder zu bewundern, diesmal mit der Premiere eines Gleisanschlusses an eine spektakuläre Papierfabrik. Erstmals zu sehen sindauch Becasses "Vierling Metallwerk", ein Mini-Diorama von "Jajo", eine Schweizer 0m-Strecke von Daniël Schoeren und spur 0 Anlage Ostmühle von Gert-Jan Zwagerman.



Auf dem Stand von Bentink/Welberg wird gezeigt, wie Sie Ihrer Anlage eine so realistisch wie mögliche Landschaft verleihen können.

Auch die Besucher sind herzlich eingeladen, ihre Meisterwerke zu präsentieren. In der Popup-Galerie – einer langen Reihe von Vitrinen – haben Sie die Möglichkeit, Ihre selbstgebauten oder seltenen Modelle der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Gebäude zum Beispiel(Die Stellfläche ist maximal 49 cm x 83 cm!!).
Am Samstag und Sonntag um 15 Uhr wird von der Jury ein Modell ausgewählt und der Besitzer mit einem ersten oder zweiten Preis belohnt (Patinierung einer Lokomotive oder eines Güterwagens).


Folgende Händler werden erwartet: KM1, Wunder, Lokladen/Dingler, Fine Models, Hofmanns Modellbau, Bünnig, Horster Modellbouw/ Spurenwelten, Zapf, Demko, MBW, Hosenträger Spur 1, Spur 1 Werkstatt, Becasse Weathering, Feld Großbahn, Hegob, Spur 0 Magazin /SNM, Lok- und Waggonbau Wagner, Pesolillo, Klaus Weihe Modellbau, Modelbahnparadies, Rail GB Ltd, Bentink/Welberg Scenery, Stangel, Mo-Miniatur und Siletsy Vitrinen.

In Maarn findet man alles, was der Liebhaber der großen Spuren braucht, in einer freundlichen, familiären Atmosphäre!

Es kann kostenlos geparkt werden und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Bahnhof Maarn ist 500 m entfernt. Maarn ist von der Autobahn A12 aus leicht zu erreichen.

Öffnungszeiten: Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr und Sonntag von 10:00 bis 15:30 Uhr. 
Eintritt: 10,- € pro Person.

Adresse: De Twee Marken, Trompplein 5, 3951 CR, Maarn.

zaterdag 25 januari 2020

Vierheim wird Vierling: das Recyceln einer Modellbahn. Teil 3

Anlage Vierling im Abendsonne.
Fünf Wochen vor dem 01Treff kam mir die unglückselige Idee, um konsequent zu sein auch den Köf-Schuppen und das Dienstgebäude zu ersetzen. Sollte ich hier einen größeren Lokschuppen bauen, in dem auch eine kleine Dampflok unterkommen kann? Eine schnelle Testaufstellung mit PVC-Platten brachte mir nich das Aha-Erlebnis, sodass ich beschloss, es ganz anders anzugehen.
Die ursprungliche Situation: Köf-Schuppen und Dienstgebäude.
Die Herausforderung ist hierbei, die Zufahrt zum Fiddleyard zu tarnen. Davor muss ein ausreichend hohes Gebäude stehen, das auch lang genug ist, damit jede Möglichkeit, den Schattenbahnhof einzusehen, ausgeschlossen ist. Denn die ganze Illusion ist in dem Moment futsch, wo eine Lok in die heile Modellbahnwelt durch ein ausgesägtes Loch hineinfährt! Um eine massive Form doch leichter wirken zu lassen, schien mir ein Schuppen mit einer offenen Bretterwand die ideale Lösung zu sein. Man sieht, dass die Welt weitergeht, aber wie es dahinter genau aussieht, bleibt undeutlich.
Weil das Gebäude eigentlich ziemlich wenig Tiefe hat, bestand die einzig glaubwürdige Möglichkeit darin, es an der Vorderseite offen zu lassen. Ich darf hier nochmals darauf hinweisen, dass mir nur 55 cm Anlagentiefe zur Verfügung stehen!
Der Schuppen hat seine endgültige Form angenommen.
Außerdem musste ich mir noch eine Geschichte zur Existenzberechtigung des Schuppens ausdenken, und die sieht so aus: Für die Möbel und Transportkisten ist viel Holz erforderlich. Das wird gesägt angeliefert und in der Fabrik auf Maß gebracht. Die Ladung muss trocken bleiben, da ja getrocknetes Holz geliefert wird. Beim Entladen muss es dann auch so gut wie möglich trocken gehalten werden, damit es direkt verarbeitet werden kann. Von daher also die Überdachung!
Allerdings wird auch Holz angeliefert, das noch getrocknet werden muss. Das erfolgt dann außerhalb der Anlage imaginär irgendwo auf dem Gelände der Gebrüder Vierling. So brauche ich nicht all meine schönen Holzladungen mit Planen abzudecken. Auf diese Weise entsteht wie von selbst eine Logik, auch wenn sie nur aus dem Reich der Phantasie stammt! Das Schöne an dem offenen Schuppen ist zudem, dass auch die diensthabende Kleinlok trocken abgestellt werden kann, wenn sie nicht gebraucht wird.
Ich habe die ganze Konstruktion aus feinen, gesägten Feuerholzbrettchen mit einer Stärke von 7 x 7 mm gemacht. Die Rückwand entstand aus hölzernen Rührstäbchen. Diese hatte ich mir bisher immer bei IKEA „geliehen“, aber die haben auf Exemplare aus Metall umgestellt. Aus gutem Grund wahrscheinlich….
Der Schuppen ist so gut wie fertig.
Ich habe zwei Pakete online bestellt, und mit einem Vorrat von 2.000 Stück lässt sich nun prima basteln. Die gemauerten Zwischenräume wurden aus 3-mm-PVC-Platten gefertigt und mit einer dünnen Schaumstoffplatte (foam) verkleidet. Diese habe ich unregelmäßig auseinandergerissen und dann wieder zusammengeklebt. Das gibt die schönsten Risse im Putz!
Auch das Dach besteht aus einer PVC-Platte, allerdings nur 2 mm stark. Die Unterseite wurde mit einem Messerrücken eingeritzt, um dadurch eine Bretterstruktur zu bekommen. Die andere Seite erhielt Bahnen von Abklebeband. Das male ich dann schwarz an, anschließend ein unregelmäßiger Auftrag von mit Holzleim „verdünntem“ Grau, in das ich feines Glaspulver von Stangel hineinstreue. Das Resultat ist ein super Teerdach! Eine lästige Arbeit ist das Anbringen der Regenrinnen. Da dies aber die Krönung der Arbeiten ist, heißt es nicht aufgeben und fertigstellen. Belohnt wird man mit einem filigranen Gebäudeelement, das den Schuppen wirklich vollendet.
Ich mache die Regenrinnen aus Spezialprofilen von Fiedler und die Fallrohre aus Messingröhrchen. Die Schellen entstehen aus kleinen Nieten, die ich mit einer kleinen Zange in die Form bringe und dann auf die Profile löte.
Dadurch, dass das Gebäude so nahe an der vorderen Kante steht, kann die Anlagenbeleuchtung unmöglich die Innenseite des Schuppens beleuchten, weswegen einige etwas stärkere Modell-LED-Lampen, aufgehängt an den Dachbalken, das Innere des Schuppens nun sehr schön ausleuchten.
Im Winter wird auch nach Sonnenuntergang noch fleißig gearbeitet.
Das letzte Stückchen Arbeit war das Anfertigen der passenden Ladungen. Mein Freund Hendrik-Jan zeichnete eine große Zahl von Werkbänken und ließ sie lasern. Sie stehen hier und da in der Fabrik und im Schuppen. Für den Transport wird noch viel von Transportkisten Gebrauch gemacht. Diese werden in der Fabrik auf Maß gebracht, und die Möbel werden darin zu den Kunden transportiert. Kleinere Bestellungen gelangen in gedeckten Güterwagen zum Kunden, und in diesen Wagen kommen auch die benötigten Teile für die Möbelfertigung an, so z. B. Arbeitsplatten.
Die feinen Schnittholzstapel, die mit Rungenwagen angeliefert werden, sind aus 0,8-mm-Balsaholz, auf Maß geschnitten und mit Holzleim zu Paketen geklebt. 1 mm breites, schwarzes Tape dient als Spannbänder. Jetzt noch etwas Abfallholz am Schuppen, alte Zeitungen und herumfliegenden Abfall und natürlich die Spalte zwischen Gebäude und Untergrund mit feinem Sand beseitigt – und fertig ist das Gebäude!
Die Köf erfüllt klaglos alle Rangieraufgaben.
Endlich habe ich nun Zeit, mich der Anlage zu widmen. Es gibt beinahe nichts Schöneres, als zum ersten Mal über ein neu angelegtes Stück Gleis zu fahren, auch wenn es in diesem Fall nur 30 cm sind, nämlich die Verlängerung des Gleises zum Schuppen!
Ich selber rangiere am liebsten mit einer Köf, das finde ich einfach schön. Aber eine kleine Dampflok passt ebenso gut in diese Umgebung, zumal es mein Anliegen war, diese Anlage sowohl in Epoche III als auch in Epoche IV einsetzen zu können. Die Baureihe 89.75 von KM1 fühlt sich als Hofhund hier garantiert zuhause. Eine Baureihe 94 oder 64 kann sich beispielweise um die Anlieferung von Güterwagen kümmern. In der Epoche IV würden Köfs und z. B. eine V 100 oder V 60 die Hauptrolle spielen. Und ein Mix von beiden ist natürlich auch gut möglich.
Dampfloks fühlen sich hier genau so wohl wie die Diesel.
Was ist nun die Zukunft der Anlage Vierling? Ich habe schon wieder Pläne für eine neue Bahn – da wundert sich doch nicht wirklich jemand? – und auch Aufträge für den Bau von Anlagen. Deshalb steht Vierling zum Verkauf, um Platz für Neues zu schaffen. So schnell bereits? Nein, große Eile habe ich nicht. Ich will zuerst einmal die Anlage genießen und beim 01TREFF ausgiebig bedienen, wo sie auch ihre Premiere erleben wird. Das ganze Wochenende wird mir und meinen Freunden viel Freude bereiten, das weiß ich bereits jetzt! (Anmerkung des Übersetzers: „Ich freue mich auch schon darauf, auf dieser Anlage rangieren zu dürfen!“) Aber wer wirklich Interesse am Kauf dieser Anlage hat, darf sich jetzt schon melden.

maandag 13 januari 2020

Vierheim wird Vierling: das Recyceln einer Modellbahn. Teil 2

Der Beschluss stand fest, das frische Grün musste weichen und die romantische Fabrik auch. Das bedeutete wieder eine komplette Metamorphose. Ich wurde schon ein wenig nervös, denn es war bereits Ende Oktober, als ich das beschloss, und ich wusste, dass es bis zum Februar nicht mehr lange dauern würde. Also Beeilung! Die Idee war, einen Metallverarbeitungsbetrieb zu bauen, und diesmal – welche Überraschung! – im Spätherbst.


Das Gras, das so sorgfältig aufgebracht worden war, wurde rücksichtslos entfernt, um dann eine neue Bodenschicht aufzubringen. Jetzt wurden kurze, braune 2-mm-Fasern als Basis benutzt, denen eine hellbraune und olivgrüne Mischung von 4,5 mm folgte. Zuletzt wurde ein Mix aus langen, beigen Fasern von 6 und 12 mm verwendet. Das harmoniert viel besser mit dem Hintergrund und auch mit dem Untergrund. Ich wusste, dass ich nun auf dem richtigen Weg war.


Die Fassade wurde durch einen viel neutraleren Baustil ersetzt, der altmodische Bockkran aus Holz musste einer schwereren Metallausführung Platz machen. Der mit Holz verkleidete Schuppen blieb in der ersten Instanz, ebenso wie die hölzerne Überdachung. Die grundsätzliche Harmonie war jedenfalls wieder hergestellt.


Ab diesem Punkt konnte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. So setzte ich direkt vor den Hintergrund einen Lattenzaun, womit das Problem des Übergangs zwischen Vorder- und Hintergrund gelöst war. Oben auf dem „Hügel“ machte ich eine Schrottverladung. Abfall und beschädigte Produkte können dann gesammelt werden, und ab und zu kommt ein offener Güterwagen, um den Schrott einzusammeln.



Ein Dorn im Auge war mir auch der Weg, der rechtwinklig auf den Hintergrund zuführte. Indem ich ihn stark verkürzt in S-Form verlaufen ließ, bin ich in der Lage, durch einen „strategisch günstig“ platzierten Traktor diesen Übergang zu tarnen.


War dann hiermit das Projekt endlich abgerundet? Leider nicht! Denn mit einer Vier im Namen konnte es nicht ausbleiben, dass zum vierten Mal eine große Veränderung stattfand, weil mir nämlich das Gebäude, in dem ein Güterwagen entladen werden konnte, noch immer nicht zusagte. Als die BR 212 von KM1 ausgeliefert wurde, kam ich zu dem Schluss, dass das Bauwerk zu klein aussah. Das Verhältnis zwischen Modell und Umgebung stimmte nicht. Somit war das gewählte Vorbild falsch. Also lediglich ein neues Gebäude machen ….



Ich entschied mich für ein ordentlich höheres Gebäude mit einem Sägezahndach. Aus einer 1 cm dicken PVC-Platte wurde die Grundform geschnitten, und mit aufgebrachten Details erhielt der Bau seine endgültige Gestalt. Im fange immer mit gutem Mut an und denke, dass es eine relativ einfache Arbeit ist. Aber nach mehr als einer Woche Fulltime-Arbeiten bin ich froh, dass es nun geschafft ist. Das Endresultat ist ein massives Gebäude mit einem filigranen Vordach. Es vermittelt einen sehr interessanten Gesamteindruck mit ausreichend Masse, Details und Tiefe. Nun bin ich endlich zufrieden.



Das Thema Metallverarbeitungsbetrieb passte allerdings nicht gut zu diesem Gebäude, sodass ich mich dafür entschied, die Anlage umzutaufen in „Gebr. Vierling, Gewerbe- und Industriemöbelfabrik“. Und eine mit der Hand gemalte Giebelreklame lässt hierüber keinen Zweifel entstehen.
Hier werden zum Beispiel Werkbänke gefertigt und Spinde montiert. Letztere werden aus Metall gekantet, das in Schiebedachwagen angeliefert wird. Die Produkte der Firma Vierling werden in gedeckten Güterwagen versandt.


Selbstverständlich erfolgt auch die Lieferung von Holz für Werkbänke, Schränke und Stühle auf der Schiene. Es kommt per Rungenwagen, den ein Gabelstapler entlädt. Die Fabrik hat ihre Energieversorgung bereits vor einiger Zeit von Kohle auf Öl umgestellt. Mit gewisser Regelmäßigkeit kommt daher ein Kesselwagen, um die Vorräte aufzufüllen.

Der Köfschuppen und Dienstleitungsgebäude mussten auch weichen und stattdessen kommt ein großen, offenen Holzschuppen. Dank die späte Entscheidung hierfür natürlich Modellbau unter Zeitdruck...ob ich e schaffe erfahren Sie demnächst im letzten Teil 3.

dinsdag 31 december 2019

Vierheim wird Vierling: das Recyceln einer Modellbahn

Vierheim ist gehalten in typische Epoche IV Stil.




Nach dem Verkauf des rechten Teils blieb die ursprüngliche Version von Vierheim übrig. Das Konzept war nach meinem Geschmack ideal, aber sehr zeitgeistgebunden.
Die Gebäude spiegelten deutlich die 1960er und noch jüngeren Jahre wider, und der Flair der alten Eisenbahn war dort nicht zu finden. Mein Wunsch war es daher, die Basis dieser Anlage – also Gleise, Schotter, Wege und Hintergrund – zu erhalten und hierauf ein komplett anderes Thema zu bauen. Es sollte eine süddeutsche Nebenbahn werden, wo sich kleine Dampfloks zuhause fühlen sollten, und anstelle einer „düsteren“ Winteranlage wollte ich – ebenso wie auf der Anlage Gerstetten – einen frischgrünen Sommerlook.

Ursprunliche Situation
                                       
Also wurden die Gebäude von ihren Fundamenten genommen, und damit war Platz für neue Ideen geschaffen. Welches Thema sollte ich wählen? Es musste auf jeden Fall ein Fabrikanschluss werden, und es blieb auch der Lokschuppen auf der linken Seite. Die kurze Halle, die mitten auf der Anlage stand, musste weichen, um mehr Natur zu bekommen und ein hügeliges Gelände andeuten zu können. Auch wurden der in Mitleidenschaft geratene Weg an der Vorderseite, der parallel zu den Gleisen lief, und einige Bahnhübergänge entfernt.

De Gebäude sind entfernt. Platz für neue Ideeen ist geschaffen!

Wichtig ist, dass der Untergrund, also die Erde, überall die gleiche Farbe und Struktur hat. Die gesamte Anlage wurde erhielt eine Schicht gesiebten Sand und hier und dort Mineralbeton von Asoa. Ich fixierte es mit einem Mix aus Tiefgrund, mit Alkohol verdünnt. Mit einem Pumpzerstäuber vernebelte ich ihn über dem Sand. So blieb dieser schön liegen, und es trocknete auch sehr schnell. Nachteilig ist nur, dass mein Arbeitsplatz roch wie eine Kneipe, wo nur Schnaps ausgeschenkt wird.


Das Internet wurde nach interessanten Vorbildern abgesucht. Welche Fabriken gab es in Bayern, und wie sahen sie aus und was würde gut auf die Anlage passen? Mit nur 55 cm Tiefe ist man an eine ganze Menge Bedingungen gebunden, wenn man mehr als eine Fabrikfassade haben will. Die Tiefe muss man optimal ausnutzen, und so muss sich das Gebäude also auf jeden Fall mit einem einzigen Gleis begnügen. Wann und warum wird in einem Gebäude ein Gleis verlegt? Und wie sorgt man dafür, dass es glaubwürdig herüberkommt? Ein gutes Vorbild zu finden ist nicht so ganz einfach.

Eine Probe-Aufstellung teilweise aus karton

Ich begann mit einer Bautischlerei und wollte viel Holz an den Giebeln, um eine freundliche Atmosphäre zu schaffen. Mit einer Attrappe aus Karton bestimmte ich das Volumen. Hierbei gehe ich wie bei einem Gemälde vor, weil auf einer solch kleinen Oberfläche die Gesamtkomposition sehr wichtig ist. Logik ist für mich dann eher sekundär, und ich hoffe mir später eine Geschichte dahinter ausdenken zu können.
Mit einige Skizzen fängt es an, oder können Ideeen erpobt werden.

Tiefe, Staffelung, Rhythmus und Höhe, alles zusammen ist fürchterlich wichtig für das Endresultat. Aber wirklich einfach war es nicht, und auch die Vorbilder, die ich fand, ließen sich nicht perfekt meiner Ausgangsposition anpassen. Und doch habe ich einfach angefangen, denn Geduld ist nicht unbedingt meine Stärke. Als ich das endgültige Ensemble komplett hatte, war ich jedoch nicht zufrieden. Der große Turm für das Auffangen der Sägespäne war zwar schön, aber die Fassade war zu niedrig und zu klein. Außerdem gefiel mir der Schuppen nicht so wirklich, denn er schien mir zu modern. Die hölzerne Überdachung fand ich an sich recht gut, aber nicht auf dieser Anlage. Ich bin dann ziemlich radikal – und das heißt in meinem Fall: neu beginnen!

An sich ein interessantes Ensemble, aber nicht was ich suchte.

Was ich unbedingt wollte, war ein kleines Stück Gleis im Straßenplanum. Eine Lok oder ein Wagen, die auf der Straße stehen, als hätten sie sich dorthin verirrt, finde ich unglaublich faszinierend. So etwas sollte sich auf der Anlage unbedingt wiederfinden. Die Probleme mit Gleis im Straßenplanum sind allerdings mannigfaltig, wenn man nach NEM fährt, denn dann braucht man leider eine ziemlich große Rinne für die Spurkränze. Dies sieht mit einem zusätzlichen Schienenprofil unglaubwürdig aus. Der Ausweg schien hinter dem Gelände von KM1 zu liegen.

                                                             Die Lauinger Ladestraße.


Das bescheidene Bahnhof von Lauingen hatte eine Ladestraße, und gleichzeitig war dort für den Transport von Güterwagen ein Culemeyer vorhanden. Dieses Stück der Ladestraße liegt teilweise in einer Kurve und ist asphaltiert. Deutlich sind die Streifen zwischen den Schienen zu erkennen, die frei von Asphalt sind; eine ideale Lösung für mich! Wenn Mann so etwas aber aus Gips nachbildet, entstehen beim Entgleisen einer schwere Lok weiße Riefen. Da ist also keine Option. Hervorragend geeignet ist eine graue, eta 3mm dicke PVC-Platte (Forex oder Hobbycolor).

Hier ist aber eine 5 mm dicke in weiß verwendet. Stabil, flexibel und Beschädigungen sind nahezu unsichtbar. Der Zwischenraum wird mit Juweela-Kopfsteinpflaster aufgefüllt.

                                               Das Endresultat kann sich sehen lassen!

Die Herausforderung mit dem Gleis in der Straße war also gelöst, jetzt blieb nur noch die Unzufriedenheit über die Gebäude. Ich beschloss, die linke Hälfte neu zu gestalten, dann nur mit einer Fassade. Ein überdachter Kran sollte für die nötige Tiefenwirkung sorgen.
Ich entschied mich für ein bieberschwanzgedecktes Gebäude im klassischen Stil. Fleißig wurden große PVC-Platten geschnitten, Fenster eingesetzt und Türen gemacht. Danach erfolgte das Aufbringen der Farbe. Nachdem das Gebäude bis auf die Regenrinnen und die Patina fertiggestellt war und es einige Zeit zur Probe auf der Anlage gestanden hatte, stellte ich fest, dass dies nicht in diejenige Richtung führte, die ich wollte.

Die 'Hochromantische' Aufstellung.

Zusammen mit Henri, einem guten Freund und Begrasungsspezialisten, hatte ich zur gleichen Zeit die Anlage mit einer sommerlichen Begrünung versehen. Dies passte in Kombination mit den Gebäuden aber schlichtweg nicht. Was ihm genau nicht gefiel, weiß ich immer noch nicht, aber ich vermute, dass es die Farbe des Hintergrundes und vielleicht auch der Untergrund war. Wie auch immer, Zeit also für eine letzte, radikale Veränderung … Es sollte alles neu und anders werden! In einem Folgebericht werden Sie mehr darüber erfahren.

maandag 9 december 2019

universal und genial: die V100.20 von KM1


Die V 100.1 (BR 211) erwies sich als fantastische Lok, die für alles eingesetzt werden konnte. Lediglich beim Einsatz zwischen schnellen Zügen auf Hauptbahnen mangelte es an der erforderlichen Motor- und Heizleistung. Deshalb wurde ab 1962 die stärkere Baureihe V 100.2 (BR 212) ausgeliefert.
Während die letzte 211 im Sommer 2001 in Hof ausgemuster wurde, ist die sehr glücklich konstruierte 212 noch immer aktiv, nach mehr als 50 Jahren!


Ob die V 100.2 von KM1 es so lange aushält, ist natürlich die Frage, aber alles weist darauf hin, dass sie ein Klassiker werden kann. Zwar war die BR 212 lange Zeit meine Lieblingslok, aber das hatte sich zuletzt doch etwas gelegt. Jetzt ist aber mit dem Erscheinen dieses Modell bei mir das Feuer wieder entfacht. Beim Auspacken und Hinstellen fiel mir gleich das enorme Gewicht auf.
Zinkdruckguss ist ideal, um die Masse des großen Vorbilds erlebbar zu machen, was ich besonders zu würdigen weiß. 


Beim näheren Betrachten fallen die feinen Lamellen auf, die ein perfektes Beispiel dafür sind, wie filigran diese robuste Maschine umgesetzt wurde. Die Ausführung dieser Lok ist übrigens rundum perfekt.
Die zusätzliche Länge des Vorbaus aufgrund des größeren Kühlers verleiht der Lok eine ganz andere „Schnauze“ gegenüber der BR 211, was nach meiner Meinung auch harmonischer aussieht.


Mein Herz klopfte gleich schneller, als ich die Lok aufs Gleis setzte und das Geräusch aktivierte. Ein tiefes Brummen erweckt das Modell zum Leben, und im Kriechgang bewegt sich die Maschine vom Fleck. Mit F13 ist es möglich, das Volumen anzupassen und das Trommelfell zu schonen.
Es das hier nun eine einzige große Lobeshymne, oder finden sich auch Minuspunkte? 


Ja. Eigentlich bin ich mit dem Lokführer nicht ganz glücklich. Er ist mir zu auffällig und für meine Anlage auf jeden Fall zu sommerlich und für Epoche-III-Fahrer zu modern gekleidet. Und der Lautsprecher befindet sich im kurzen Vorbau, und demzufolge kommt von dort auch der Sound. Es stört kaum, nur wenn man wirklich darauf achtet. Und ich tröste mich mit dem Gedanken, dass es viel weniger schlimm ist, als wenn bei Tenderloks aus dem Kohlenkasten das kräftige Stampfen der Zylinder und das Zischen von Dampf kommen …
Diese Lok ist übrigens in Stufe 1 patiniert, will heißen sehr gute Unterhaltung und kaum Beschädigungen oder Schmutz, lediglich an den Nähten und zwischen den Lamellen natürlich. Es steht diesem Mädel auf jeden Fall sehr gut, finden Sie nicht auch?

vrijdag 22 november 2019

Kiss kesselt weiter: die neuen Kesselwagen von Kiss in Spur 1




Kiss Modellbahnen hat jetzt eine dritte Auflage von Kesselwagen auf den Markt gebracht. Es ist seltsam genug, dass diesen feinen Modellen kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und dazu gibt es gar keinen Anlass, denn sie brauchen sich wahrlich nicht zu verstecken. Höchste Zeit also, die neuen Modelle unter die Lupe zu nehmen.



Meine Bitte an Kiss, einige Ausführungen für diese Foto-Session zu verwenden, war schwieriger als gedacht: Ich durfte aus allen erhältlichen Modellen aussuchen! Wie ein Kind im Süßigkeitengeschäft konnte ich meine Auswahl nur schwer festlegen … Ich wollte am liebsten Epoche IV, und meine Neigung, so unauffällig wie möglich gefärbte Wagen zu wählen, musste ich auch unterdrücken. Also habe ich zwei Gegensätze ausgesucht. Ein schwarzer und ein weißer Mineralölwagen mit 26,7 m³ sollten es werden. Und um etwas Farbe ins Spiel zu bringen ein knallblauer Chemiewagen mit 12,9 m³.



Die Messingmodelle sind erneut ein Stück besser als ihre Vorgänger. Feine Handgriffe, auch unter den Puffern, und ein komplett nachgebildetes Bremswerk mit Bremslösezug. Kurzum ein sehr fein detailliertes Modell, das sicher seinen Platz auf jeder Spur-1-Anlage verdient. Einige Kritikpunkte habe ich aber doch. Die Zettelkästen könnten feiner sein, und sowohl der Hilfsluftbehälter als auch der Bremszylinder sind von oben betrachtet offen. Dem kann man leicht mit einem in Form geschnittenen schwarzen Kunststoffstück abhelfen.

                    
Außerdem rüste ich meinen Wagen auch mit Super-NEM- oder Fine-Scale-Radsätzen aus. Das muss ein Fest für die Augen sein. Alles in allem kann ich diese Güterwagen nur wärmstens empfehlen. Und als Messing-Handarbeitsmodell für unter 350 € ist er sicher seinen Preis wert.

Für weitere Informationen und prächtige Fotos verweise ich gern auf die Ausgaben von Stefan Carstens‘ Güterwagenbuchreihe. Der Güterwagen-Band 7 und der MIBA-Report Mineralölkesselwagen sind eine hervorragende Referenz für den Liebhaber dieser Fahrzeuge. Ihnen entnahm ich meine Inspiration, um diese Wagen zu patinieren.
Nachbemerkung: Dem aufmerksamen Leser dürfte vielleicht aufgefallen sein, dass ich auf meinem neuen Fotodiorama feinere Schienen verwendet habe. Die Hosenträger-Schienenprofile werden von tollen Kleineisen auf Eichenholzschwellen von MF-Pur gehalten (mein Dank an Michael Foisner).

zaterdag 16 november 2019

01TREFF 2020.

Liebe Spur-0- und Spur-1-Enthusiasten,

mit ein wenig Stolz darf ich den 01TREFF 2020 ankündigen. Am 8. und 9. Februar findet diese besondere Ausstellung zum dritten Mal in Maarn (NL) statt. Führende Hersteller zeigen ihre neuesten Modelle und es gibt ausgewählte Händler mit einer hochwertigen Produktpalette.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von hochrangigen Modelleisenbahnen zu bewundern, darunter die neueste Anlage von Großmeister Marcel Ackle.''Bad Willemshöhe ist wieder zu bewundern, diesmal mit der Premiere eines Gleisanschlusses an eine spektakuläre Papierfabrik. Erstmals zu sehen sindauch Becasses "Vierling Metallwerk", ein Mini-Diorama von "Jajo", eine Schweizer 0m-Strecke von Daniël Schoeren und spur 0 Anlage Ostmühle von Gert-Jan Zwagerman.




Auf dem Stand von Bentink/Welberg wird gezeigt, wie Sie Ihrer Anlage eine so realistisch wie mögliche Landschaft verleihen können.

Auch die Besucher sind herzlich eingeladen, ihre Meisterwerke zu präsentieren. In der Popup-Galerie – einer langen Reihe von Vitrinen – haben Sie die Möglichkeit, Ihre selbstgebauten oder seltenen Modelle der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Gebäude zum Beispiel(Die Stellfläche ist maximal 49 cm x 83 cm!!).
Am Samstag und Sonntag um 15 Uhr wird von der Jury ein Modell ausgewählt und der Besitzer mit einem ersten oder zweiten Preis belohnt (Patinierung einer Lokomotive oder eines Güterwagens).


Folgende Händler werden erwartet: KM1, Wunder, Lokladen/Dingler, Fine Models, Hofmanns Modellbau, Bünnig, Horster Modellbouw/ Spurenwelten, Zapf, Demko, MBW, Hosenträger Spur 1, Spur 1 Werkstatt, Becasse Weathering, Feld Großbahn, Hegob, Spur 0 Magazin /SNM, Lok- und Waggonbau Wagner, Pesolillo, Klaus Weihe Modellbau, Modelbahnparadies, Rail GB Ltd, Bentink/Welberg Scenery, Stangel, Mo-Miniatur und Siletsy Vitrinen.

In Maarn findet man alles, was der Liebhaber der großen Spuren braucht, in einer freundlichen, familiären Atmosphäre!

Es kann kostenlos geparkt werden und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Bahnhof Maarn ist 500 m entfernt. Maarn ist von der Autobahn A12 aus leicht zu erreichen.

Öffnungszeiten: Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr und Sonntag von 10:00 bis 15:30 Uhr. 
Eintritt: 10,- € pro Person.

Adresse: De Twee Marken, Trompplein 5, 3951 CR, Maarn.

Ich heiße Sie herzlich willkommen!

Michiel Stolp / Becasse Weathering



vrijdag 14 juni 2019

Lang und spitz: Tipo FF von Lucchini Rail Models in Spur 1

Spitz- oder Satteldachwagen: Man konnte sie speziell in Güterzügen in der Relation Italien - Schweiz bzw. Österreich - Deutschland finden, aber auch im Verkehr mit Frankreich, den Benelux-Staaten und Skandinavien waren sie anzutreffen. Oft waren es Lebensmittelzüge, mit denen diese Wagen die italienischen Köstlichkeiten nach ganz Europa brachten.
Der Tipo FF gab es auch mit einzelne Lüfter
Ab Ende der dreißiger Jahre entstanden in Italien statt der bisher üblichen, senkrecht verbretterten Holzwandwagen solche in genieteter Ganzmetallbauweise. Beinahe gleichzeitig mit der Umstellung von Holz- auf Blechwände wurde auch der Achsstand deutlich verlängert, um die Höchstgeschwindigkeit auf für deutsche Verhältnisse sehr respektable 120 km/h steigern zu können. Bis Ende der 40er Jahre wurden weit über 20.000 F, mehrere tausend G und über tausend Exemplare FF gebaut, die wie die "F"-Wagen in den 1950er bis 80er Jahren in ganz Europa unterwegs waren.

In den 50er, 60er und 70er Jahren dürfte es kaum einen Durchgangsgüterzug (Dg) gegeben haben, in dem keine italienischen Spitzdachwagen vorkamen – auch im Ausland nicht, weil besonders der Typ F in rauen Mengen, aber auch der Typ G im EUROP-Park vertreten war. FF und Kühlwagen gab es im EUROP-Park nicht, aber auch sie sind im Ausland sicher nicht ungewöhnlich gewesen.



Lucchini Rail Models hat den Modellbahner in den letzten drei Jahren mit einer weiteren Variante des Spitzdachwagens in Sinsheim überrascht. Dies ist die erste Version mit Stahlwänden, und zum Glück wurde die XL-Version gewählt. Bereits vor dem Krieg waren die Italiener mit der Standardisierung der Güterwagenflotte weit fortgeschritten. Der Vorteil ist, dass Lucchini viele Teile früherer Modelle wiederverwenden kann.

Dabei ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen, da ich in den letzten drei Jahren eine ständige Verbesserung der Details gesehen habe. Früher waren die Bremsteile geätzt und damit flach, mit diesem Modell sehe ich neue, gegossene Formen. Diese sind viel plastischer. Nur der Boden des Güterwagens ist noch aus Holz, aber der gesamte Wagenkasten ist jetzt aus Messing. Metall, das aus Metall ist, und Holz, wo es Holz gibt. Eigentlich sehr konsequent.



Der Tipo FF ist der am stärksten ausgeprägte Spitzdachwagen, und seine Länge in Kombination mit den weit am Ende platzierten Achsen deutet darauf hin, dass dieses Fahrzeug Probleme mit Überpufferung verursachen könnte. Nach Tests mit dem Tipo FF auf der Anlage Vierheim – ausgestattet mit KM1-10°-Weichen – fand ich keine Probleme. Der Wagen ist nicht länger als ein Gl 11 Dresden, und der Radstand ist nicht größer als z. B. beim Wunder-Kbs 442. Nichts hindert Sie also daran, Ihre Flotte mit diesem Hingucker zu erweitern! Preis: € 1100,00. Einige Exemplare verfügbar in Sinsheim.

dinsdag 4 juni 2019

Unauffällige Ikone: der Omm 55 von Wunder in der Baugröße 1



Das Rückgrat des europäischen Güterverkehrs bildete bis vor kurzem der Omm 55. Dieser offene Güterwagen wurde vor allem für den Kohlen- und Zuckerrübenverkehr eingesetzt, aber wegen seines einfachen Beladens auch noch für viele andere Ladegüter. Mit einer Plane versehen konnte sogar für nässeempfindliche Produkte verwendet werden.

Ein entsprechender Typ wurde in unbekannt großer Stückzahl von Märklin produziert. Es gibt wenig Spur-1-Liebhaber, die ihn nicht besitzen, wenn auch nicht gesupert. Es ist zwar klar, dass dieses ziemlich spartanische Modell in der heutigen Flotte von sehr fein detaillierten Güterwagenmodellen nicht mehr mithalten kann. Aber was ist ein Güterzug ohne diese Type?



Zum Glück bringt Wunder nun endlich diesen typischsten aller Nachkriegs-O-Wagen in Topqualität heraus. Und nicht nur die DB-Ausführung, sondern gleichzeitig auch belgische, österreichische, dänische und Schweizer Varianten. Da diese Wagen vielfach international eingesetzt wurden, ist ein multinationaler Zug sehr realistisch. Und auch die typischen Merkmalen sind maßstäblich umgesetzt. Was mir aufgefallen ist, waren z. B. die diversen Achslager, jedes typisch für das jeweilige Ursprungsland.

Hier sind auch feine Puffer mit dem richtigen Durchmesser, eine vollständig nachgebildete Bremsanlage und vor allem die zu öffnenden Seitentüren zu vermelden. Der Verschluss funktioniert genau wie beim großen Vorbild, wo Haken die Türen verriegeln. Ein hübsches Muster für Lötarbeiten! Eine Be- und Entladeszene ist so ohne Sägearbeiten möglich. Die Stirnwandtüren können nicht geöffnet werden. Das wäre konstruktiv sicher eine Herausforderung gewesen, weil dadurch die Stabilität des Kastens wegfiele. Und es würde das Modell unnötig erheblich teurer machen.

In Sinsheim wird Wunder den Omm 55/E 040 erstmals an die Kunden aushändigen. Bitte fragen Sie per Mail wegen der Verfügbarkeit an, oder Sie informieren sich natürlich in Sinsheim selbst. Der Preis von 489 € für einen Wagen mit Bremserbühne oder 479 € für einen Wagen ohne Bühne ist ordentlich, aber angesichts der Funktionen, der Ausführung und der Details gerechtfertigt. Ich freue mich jetzt schon auf meine O-Wagen!


woensdag 22 mei 2019

Dampfzwerg in 1: die BR 98.75 von KM1


Klein, aber fein, das ist die Baureihe 98.75 von KM1. Das Vorbild fuhr auf Lokalbahnen vor kurzen Zügen und ist damit die ideale Lok für diejenigen, die wenig Platz haben, aber trotzdem gern Spur 1 fahren.
Der Kontrast zwischen der Lok und einer Donnerbüchse ist schon bemerkenswert. Es sieht aus wie in einem anderen Maßstab! Aber lassen Sie sich davon nicht verwirren: Die BR 98.75 ist absolut maßstäblich in 1:32 und bietet sich gerade für Lokalbahnwagen von KM1 und kurze Güterwagen wie den K 06 und den O 02 an. Damit ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild.


Die „Berg" von KM1 wartet mit allem auf: einem guten Geräusch, getaktetem Rauch und sehr detaillierter Ausführung. Und die Fahreigenschaften kommen noch hinzu. Durch die Lastregelung knurrt der Motor zwar ein wenig – was nur bei ausgeschaltetem Geräusch vernehmbar ist –, aber gerade dadurch kann die Lok wirklich kriechen. Somit also ideal für alle Rangierarbeiten.


Der Kohlevorrat befindet sich in abgerundeten Behältern links und rechts im Führerhaus. Hier geht es eng zu! Ich habe auf Maß gemachte kleine Schaumkunststoffblöcke mit Kohlen versehen und dies mit Kleber befestigt. Eine leichte und gute Basis, um einen gut gefüllten Vorrat darzustellen.


Die ovalen Fenster verleihen der Lok ein ebenso typisches wie freundliches Aussehen, und die komplexe Stephenson-Steuerung ist eine wahre Augenweide. Das Maschinchen hat sowohl dem Spur-1-Liebhaber als auch dem Hersteller sehr viel Geduld abverlangt, aber das Endergebnis entschädigt für das lange Warten umso mehr. Selbst ein ausgeprägter Dieselfan wie ich kann sich dem Charme der BR 98.75 nicht entziehen!